Dienstag, September 12, 2006

Toskana 12.9-23.9.2006

Ja, mich gibt's noch - und mein abenteuerlicher Lebensstil lässt mir kaum Zeit, mein Tagebuch nachzuführen. Aber ich spanne Euch nicht länger auf die Folter: mir geht's einfach super und anstelle vieler Zeilen gibt's diesmal jede Menge Bilder von unseren ersten gemeinsamen Ferien in der Toskana. Aber schaut selber...

Unser schickes Häuschen in Capanne, wenige Kilometer von Massa Marittima entfernt. Capanne liegt inmitten dichten Waldes und die Einwohner (inklusive Katzen) sind an maximal zwei Pfoten abzuzählen :-)
In Capanne ist es ratsam, vor 1930h wieder zu Hause zu sein - ohne Restlicht wird man andernfalls regelrecht in finsterste Dunkelheit eingehüllt....huhuhuuuuu :-)

Männer unter sich...

"Mein" Revier :-)
Können diese Augen lügen ?

Irgenwie unbequem auf den Steinchen...

Sun, Schweinsohr and nothing to do

Siena by rain

Mensch, isch das müehsam !!

Han kei Ziit zum Winke - elendi Stress-Chöpf :-)

Schöööööön

Am Lago dell Accesa

Alles muss erkundet werden...

Na, endlich !! Wenigstens ist mein "portable pet water bowl" mit dabei - dank sei Katja :-)

Herrlich so ein Schlammbad

Zwei Freunde

Tussi und Susi (I love my towel)

Am Strand von Follonica mit Herrchen - uiuiui, die Wellen sind ja ganz schön aufdringlich...

Nach einem wilden Strandspurt brauche ich eine Verschnaufpause - hund gönnt sich ja sonst nichts und das Wasser kann man ja auch nicht trinken (*buäh* salzig :-))

Toskanische Freunde, ganz nett, nur leider verstehe ich kein Italienisch :-)

Auf den Spuren der Terme del Bagnolo - die wir zu Herrchens Verdruss leider nie zu Gesicht bekommen haben ("wodure gahts eigentlich ?? Ohni Schild lauf ich gar niened häre !!!"). Also mir sind die Schilder egal - ich finde die Jagdobjekte (Huhn und Kollegen) auch ohne Wegweiser - leider sind meine Freuden Frauchen's Dorn im Auge und so bin ich *schwuppdiwupp* nach einem tüchtigen Rüffel wieder an der Leine (siehe Bild) und mache dafür ein ganz schönes "Siiitz", höhö !!

Auf jeden Fall waren die Ferien fantastisch und ich hoffe, dass unser Rudel noch viele Male in die schöne weite Welt reist - mit mir als First Class Passenger im Gepäck :-)

First Class im Saab Cabriolet - so reist Hund heute :-)

Dienstag, August 01, 2006

Abenteuer-Truppe in Seefeld

Samstag, 29. Juli 2006
Oesterreich, wir kommen schon wieder - und diesmal führt uns der Weg nach Seefeld. Zusammen mit Frauchens Laborfreundinnen Katja und Muriel und deren besseren Hälften Urs und Rainer + Klein-Kilian starten wir ins verlängerte 1.-August-Wochenende. Nach gut 3h Autofahrt erreichen wir das idyllische Ferienörtchen Seefeld und beziehen im Hotel Wetterstein unsere kleinen aber feinen Zimmer. Und dem bedrohlich wirkenden Namen zum Trotz herrscht hinter den Wettersteinschen Gemäuern eine angenehm sonnige Atmosphäre, welche kleinen Kindern wie Kilian und grossen Hunden wie mir den Ferienalltag mit einer Extraportion Toleranz und Freundlichkeit versüsst !

Hätts echt öppis Feins i däm Patschhändli ?

Sonntag, 30. Juli 2006
Unser Morgenspaziergang führt uns über weite Felder und einmal rund um den kleinen See, der sich nahtlos ans Dörfchen anschliesst und zwischen Wald und geschützter Moorlandschaft eingebettet ist. Frauchen und ich atmen genussvoll frische Seefelder Morgenluft und geniessen die Ruhe bevor der Tag erwacht.
Nach dem Frühstück beschliesst mein Rudel Mountain-Bikes zu mieten mit der Absicht, gemeinsam die Umgebung auf Rädern (beziehungsweise im Kindersitzli und auf 4 langen Beinen) zu erobern. Ich sag's Euch: das gibt alle Pfoten voll zu tun, muss ich doch die Truppe zusammenhalten und hauptsächlich darauf achten, dass Frauchen (die Langsamste und Aengstliche im Bunde) bei den Talfahrten nicht verloren geht. So trabe ich beschützend neben ihr her, spurte in regelmässigen Abständen an die Spitze der Bikergruppe, um sofort wieder zu Frauchen zurückzukehren.

Der Schnellste (links, schwarz, 4 Beine) und die Langsamste (rechts, blond, mit Radl) unseres Rudels :-)

In Neuleutasch machen wir eine ausgedehnte Pause (und ein riesiger, sabbernder Bernhardiner versucht mir mein Schweinsohr streitig zu machen *grrr*) bevor wir dann den Rückweg in Angriff nehmen.

Aaah, herrlich so äs Bächli

Glücklich aber müde erreichen wir Seefeld, wo der alljährliche Blumencorso in vollem Gang ist. Die Menschen haben schon eigenartige Bräuche: da basteln sie riesige Kunstwerke in Form von Schmetterlingen, Drachen, Bären und anderen Figuren aus unzähligen farbigen Blumen, packen die prachtvollen Gestecke auf ihre Autos und fahren so durchs Dorf, bewundert und angefeuert von den spalierstehenden Schaulustigen. Wir schauen dem bunten Treiben eine Weile zu und ich lasse mich geduldig von den netten Frauen unseres Hotels ebenfalls mit ein paar Blumen schmücken - und reisse sie mir, kaum haben sie mir den Rücken gekehrt, energisch wieder aus meinem Geschirr; ich bin schliesslich ein stolzer Rüde und kein Blumenkind !

Montag, 31. Juli 2006
Nach dem Morgenspaziergang wiederholen wir das gestrige Programm, packen unsere Bikes und machen uns auf den Weg, den Gschwandkopf zu erklimmen. Für mich eine Kleinigkeit, da meine Menschen aufgrund der beachtlichen Steigung ihr Radl in regelmässigen Abständen stossend den Hang hinaufbefördern müssen und das zweirädrige Handicap ziemlich schweisstreibend zu sein scheint :-). Oben angekommen geniessen wir die fantastische Aussicht auf Seefeld und gönnen uns die wohlverdiente Zwischenverpflegung.

Unsere Sportstruppe (Herrchen fotografiert, ich schlafe)

Dann geht's über den serpentinenförmigen Kiesweg ins Tal zurück, wobei ich feststellen muss, dass meine vier langen Beine eigentlich auch abwärts sehr viel effizienter und schneller sind als die rollenden Stahlrösser meines Rudels.

Auf dem Gschwandkopf

Aber Spass machts auf jeden Fall und die zweite Lektion in Kuhweiden gesellschaftstauglich zu durchqueren habe ich mit Bravour und zu Frauchen's grossem Stolz tadellos absolviert !


Dienstag, 1. August 2006
Leider gehen die Ferientage viel zu schnell vorüber und wir treten nach einem letzten Dörfchenbummel die Heimreise ins Land der dieses Jahr verbotenen Feuerwerke an - wenigstens ein Vorteil der Hitzeperiode *seufz* !

Drei Männer und ein Baby

Oesterreich, wir kommen wieder !

Donnerstag, Juli 27, 2006

Sommernachtstraum

My name is tooth, canine tooth :-)

Sonntag, Juli 09, 2006

Naturschutzgebiet Flachsee

Frauchen Angewöhnungsprogramm für wanderfaule Männer ist in der Startphase und so überredete sie mich und vorallem Herrchen zu einer Wanderung am nicht allzuweit entfernten Flachsee bei Bremgarten. In Tat und Wahrheit eigentlich kein See, sondern eine Verbreiterung der Reuss - See hin oder her: ein wunderschönes Naturschutzgebiet, mit nur einem klitzekleinen Wermutstropfen, der Leinenpflicht !

Badenixe Moro

Aber trotz des 10m langen Schlepp-Handicaps sorgte ich eimal mehr für Furore: die geschützten gefiederten und quäkenden Arten hinter den sichernden Zäunen interessierten mich herzlich wenig, gab es doch VOR dem Maschendraht im hohen Gras die nicht unter Naturschutz stehende heimische Hauskatze. Einmal gewittert konzentrierte ich sämtliche Kräfte auf einen gezielten Angriff und *sproing* hüpfte ich im perfekten Moment in einem antilopenähnlichen, morotypischen Satz treffsicher ins hohe Grün - BINGO ! Die Katze, aufgescheucht und nicht minder überrascht, schnellte in Panik auf den Feldweg, ich hinterher, dicht gefolgt von Herrchen, der weniger gekonnt die Schleppleine zu erwischen versuchte. Zweimal drückte ich die Beute sanft zu Boden, liess sie sogleich wieder los und spielte eine weitere Runde Fangen, während Frauchen's Adrenalinspiegel im roten Bereich Alarm schlug und Herrchen leinengerichtet Weitsprung praktizierte. Leider war der Spuk nach wenigen Sekunden vorbei, die Katze entkommen, ich enttäuscht, Herrchen Herr über die Schleppleine und Frauchen mit erhöhtem Puls. War doch nur ein bisschen Spass - oder wie Annette Louisan singt: ich will doch nur spiel'n, uuuuuh, ich tu' doch nichts, aaaaah :-)
Frauchen: "Zum Glück hätt er sie nöd gschüttlet. Du willsch würklich nur spille, gell, Moro, oder ??" Aber sicher, ich bin doch kein Killer !
Herrchen: "Ich find, er treit massgeblich zum Naturschutz bii, indem er d'Vogelräuber vertriibt, oder ? Eigentlich sötted mir ihn lobe !" Genau, ein Mann, ein Wort, find ich auch !
Auf jeden Fall gab's keine grosse Schelte und wir spazierten schmunzelnd und ohne weiteren Zwischenfälle rund um den wirklich wunderschönen Flachsee.

Cats, Cabriolets and Fun !

Freitag, Juni 30, 2006

Moro am Wörthersee

30. Juni 2006
Freitagabend und los geht die Reise zusammen mit Herrchens Eltern zu Verwandten nach Oesterreich, mit Zwischenstopp in Innsbruck, wo wir dank Jürg's Navigationssystem zielsicher ein nettes Hotel aufstöbern. "Ja, Jürg, Dis Navi isch würklich super !!" :-)
Prinz Moro durfte - freilich angeschnallt - im Cabriolet auf den mit Kuschelfell und Samtdecke ausgepolsterten Rücksitzen weilend mitreisen und wurde regelmässig und zu Herrchens grosser Belustigung vom "Maître de cabine" fürsorglich mit Wasser versorgt... ("Hund söttmer sii !!").

1. Juli 2006
Nachdem Frauchen und ich in den frühen Morgenstunden die Strassen und Gässchen Innsbrucks unsicher gemacht hatten, ging die Reise weiter Richtung Pörtschach am Wörthersee, wobei ich selig und mucksmäuschenstill in meinen First Class-Sitzen dahinschlummerte !
Das Panoramahotel Balance in Pörtschach wurde wieder zielsicher angepeilt und Navigationschef Jürg meinte nicht ohne Stolz: "Das Hotel hättet mir NIE gfunde !" Natürlich nicht, lieber Jürg :-)
Herrchen und dessen Eltern, Beatrice und Werner, begleiteten mich und Frauchen dann noch auf einen ausgedehnten Spaziergang entlang der sogenannten "Mostmeile", welche uns über Felder und durch wunderschöne Waldabschnitte führte.

Frauchen und ich

Den Abend verbrachten wir dann bei Werners Schwester in Villach, wo ich leider die Hundedame des Hauses nicht kennenlernen durfte, da diese ein zu stürmisches Temperament hat - schade, schade :-(

2. Juli 2006
Dobratsch, wir kommen und erklimmen Dich ! Via Villacher Alpenstrasse erreichten wir auf über 1700m.ü.M. den Startpunkt unserer Wanderung. Anfänglich an der lästigen Schleppleine wegen dem weidenden Vieh, wagte Frauchen es schliesslich, mich abzuleinen, da ich keinerlei Anstalten machte, den wiederkäuenden Gehörnten nachzujagen und mich total kuh-desinteressiert stellte ! Ha, ein Supertrick ! Zwar habe ich grossen Respekt vor grossen Gruppen der muhenden Zeitgenossen, liegen sie aber einzeln wiederkäuend herum, spiele ich gerne den Helden und hüpfe freudig auf den braunen Giganten los, um kurz vor ihm blitzschnell zu wenden und sofort wieder in Frauchens Nähe zu gelangen - letztere unterstützte meine Erschreckungstaktik aber ganz und gar nicht und meinte nur, ich hätte den leinenfreien Bonus soeben verspielt und *klink* hing ich auch schon wieder an der Schleppleine. Ach herrje, die gönnen einem aber auch nicht den kleinsten Spass *seufz*.

Ich hasse die Schleppleine *grummel*

Ausser Reichweite der Kühe durfte ich dann aber nochmals Vollgas geben und das tat ich auch: überglücklich und in vollem Tempo jagte ich über Stock, Stein und Schneefelder, bis ich komplett ausser Atem bäuchlings auf einem Restposten Schnee eine wohlverdiente Pause einforderte. Ich liebe die Berge, ich sag's Euch !

Jupeeeh, ich chumme !

Aah, das tuet guet *schlabber* ;-)

Leider war heute schon der letzte Tag des verlängerten Wochenendes, welches wir bei einem gemütlichen Nachtessen im bekannten Touristenort Velden ausklingen liessen.

3. Juli 2006
Friedliche, wenn auch etwas heisse First Class-Heimreise auf Kuschelfell - also von mir aus können die nächsten Ferien kommen :-)

Donnerstag, Juni 22, 2006

Jubiläum

Heute schnuppere ich genau seit 6 Monaten Höngger Luft - wie die Zeit doch vergeht. Und um Frauchen eine Freude zu machen bin ich heute das allererste Mal nach vielen vergeblichen Versuchen in der Hundeschule durch das Tunnel gekrochen. Hinweis für alle Unwissenden und Agility-Banausen: das Tunnel ist eine mobile Röhre, welche man - ähnlich einer Ziehharmonika - auf verschiedene Längen ausziehen kann. Wir Hunde müssen dann auf den Befehl "Tunnel" durch die Röhre flitzen - ha, das tönt jetzt für Euch vielleicht simpel und einfach, aber das Problem ist, dass das Tunnel für kleingewachsene Kollegen konstruiert wurde und ich als Langbein eine Spezial-Duck-Technik anwenden muss, um nicht auf halbem Weg festzustecken !! Wie auch immer: mit gutem Zureden und vielen Würstlis habe ich's dann doch tatsächlich geschafft. Frauchen war ganz aus dem Häuschen und furchtbar stolz auf mich: "Ich han doch gwüsst, dass au miis Pony dur dä Tunnel chunnt !" Naja, so langsam finde ich Gefallen an diesen komischen Hindernissen und ich muss zugeben, dass es sogar irgendwie Spass macht...

Das isch no än Body, höhö !


Ein herzliches Dankeschön an Diana und Ivo: der Plüschknochen ist megahammermässig !


*schnarch*

Sonntag, Juni 18, 2006

Ente gut, alles gut und viele neue Abenteuer

Hallöchen zusammen !
Also das Wetter hier macht mir das Hundeleben manchmal wirklich schwer: nach monatelanger Eiszeit schliesst sich nahtlos und ohne Adaptationszeit ein Wüstenklima an, welches mich das Hecheln und Keuchen lehrt. Während Frauchen ebenfalls mit den Extremtemperaturen kämpft, ist Herrchen angesichts der hochsommerlichen Atmosphäre in Bestlaune: "Jetzt jammeret doch nöd immer, isch doch super !" Ja, isch super - zumindest für den spärlich befellten Homo sapiens - der macht sich keine Vorstellung davon, wie sich eine schwarze, dichtgewachsene Ganzkörperbehaarung ohne Schweissdrüsen bei über 30°C anfühlt...
Nun aber wirklich genug gejammert, ich habe nämlich wieder viele spannende Geschichten zu erzählen.
Zum Beispiel von meinem Jagderfolg am Pfingstsamstag: Nichtsahnend und rundum zufrieden schlenderten Frauchen und ich auf den letzten Metern unseres zweistündigen Spazierganges, als plötzlich drei waghalsige Enten im Startflug wenige Meter vor meiner Schnuppernase meinen Weg kreuzten. Instinktiv schnellte ich nach vorn und *schnapp* erwischte ich völlig überrascht ein Federvieh am Hinterteil. Der Erpel machte keinen Wank und hängte kopfüber und ziemlich hilflos in meinen spitzen Fängen: "was söll ich jetzt mit däm Viech ?" dachte ich und drehte mich fragend und mit stolz geschwellter Brust zu Frauchen um. "Moro, komm hiiiier !" war ihr Kommentar zu meiner Topleistung und ich erkannte eher eine gewisse Nervosität als ein verdientes Lob in ihrer Stimme. "Also wenn Du min Fang nöd guet findsch, dänn lömmer halt das Entli wieder los !" sagte ich mir und spuckte den gefiederten Freund unsanft aus. Die Ente stiebte sofort in Panik davon und beschwerte sich gackernd, quäkend und schwänzelnd im nahen Teich. Frauchen atmete erleichtert auf und überzeugte sich davon, dass ich dem Erpel nur ein paar Federchen gekrümmt hatte...
Eine Woche später am Sonntag ging's mit Frauchens Bruder Christian und dessen Freundin Andrea auf meine erste (kleine) Bergtour. In Sattel bestiegen wir topmoderne, drehbare Gondeln und spazierten dann gemütlich und mit vielen Verschnaufpausen vom Mostelberg dem Panoramaweg entlang.

Ich in der Gondel - so gsehnd also d'Entli d'Welt: vo obe...

Frauchen's Bruder (vorne), Mythen (hinten)

Andrea (rechts), Frauchen (hinten links), ich (vorne links mit Schweinsohr)

Uff, isch das ä Hitz !!!

Es war ein herrlicher, wenn auch etwas heisser Tag und ich genoss die wunderschöne Berglandschaft in vollen Zügen.
Eigentlich wäre für heute auch wieder eine Wanderung geplant gewesen, die Frauchen aber angesichts der vorherrschenden Hitze kurzerhand durch Badespass in der Limmat ersetzte, und so marschierten wir am späten Nachmittag auf die nahe und wohlbekannte Werdinsel. Leider waren wir nicht die Einzigen mit dieser grandiosen Idee und so setzten wir uns zwischen all die wassersüchtigen, nach Abkühlung lechzenden Menschen.
Ich sag's Euch: da trifft sich Kreti und Pleti, es wird grilliert, gespielt, getobt, gelacht und es gibt jede Menge Hundekollegen, welche unermüdlich Steckli's aus der Limmat apportieren (isch mir eifach zblöd !). Für mich war die Situation in diesem Trubel völlig neu und ich sass gebannt und natürlich auf Frauchens oder Herrchens Tüchli inmitten des spannenden Treibens.
Nei ehrlich, d'Wiese chratzt und biisst mich am Büüchli...

Hey, Jürg, mir händ doch locker z'Zweite Platz uf Dim Tüechli ;-)

Schön kuschlig uf däm Badtuech...

Frauchen und Herrchen wagten sich dann ins kühle Nass und versuchten, mich zum Schwimmen zu animieren - naja, ich legte mich zumindest mal bäuchlings und an seichter Stelle auf den steinigen Untergrund...
Als plötzlich sehr starke Windböen die gemütliche Stimmung aufwirbelten und auf der gegenüberliegenden Seite ein Baum ächzend und rauschend auf den Limmatweg krachte, machten wir uns schleunigst und von dunklen Wolken begleitet auf den Heimweg.
Übrigens mache ich grosse Fortschritte in der Schule und Frauchen ist voller Zuversicht und Hoffnung, dass wir es doch noch schaffen, ins Agility-Team zu kommen :-)

Sonntag, Mai 21, 2006

Moro, das Taucherli

Die Zeit verstreicht und ich kann Euch heute wieder mit einer stattlichen Menge neuer Geschichten meine Tagebuchzeilen füllen.
Sonnenbad auf meiner Terrasse

An den Schulalltag habe ich mich zwar mittlerweile gewöhnt, wobei ich anmerken muss, dass ich - wenn ich als Mensch geboren wäre - als Lern-Minimalist wohl nie freiwillig an die Uni gegangen wäre sondern eher einen hieb- und stichfesten Beruf erlernt hätte (Jäger zum Beispiel). Aber egal: mit Frauchens Geduld und Ausdauer finde ich mittlerweile Gefallen an Hindernissen, Spiel und Unterordnung :-) Gestern hatte ich die erste Zusatzstunde mit meinem Galgokollegen Nico und zu zweit macht es irgendwie mehr Spass - zudem nennt sich die Veranstaltung "Plauschgruppe" und das trifft meine Erwartungen ziemlich genau. Und die Trainerin hat eine sehr hübsche Dobermannhündin, welche ich mit meinem spanischen Charme versuche um die Pfote zu wickeln - bisher leider erfolgslos.
Ja, ich warte ja VOR dä Chuchi uf s'Esse :-)

Meine Passion, die Büsiverfolgung, wird jedoch leider auf ein Minimum reduziert. Nach zwei - in Frauchens Augen sehr peinlichen - Erlebnissen in fremden Gärten hängt sie mich in feindlichen Zonen nun konsequent an die Schleppleine *grummel*. Immerhin könnten wir uns mit unseren Samtpfotenkenntnissen bei "Wetten, dass..." anmelden: wetten, dass Frauchen und Moro sämtliche Haushalte mit Katze in der Umgebung Höngg inklusive Farbe (Frauchen) und Geruch (Moro) kennen.
Mit der Limmat habe ich mich - ungewollt - auch näher (um ehrlich zu sein: zu nah) eingelassen: beim Versuch, einen Fussball aus dem Wasser zu angeln (Frauchen: Moro, wo isch dä Bölle ?) rutschte ich auf dem glitschigen Stein aus und ging auf Tauchstation. Ich versuchte, mich mit meinen langen Beinen an einem ufernahen Stein aus dem Wasser zu ziehen, aber irgendwie bin ich wohl zu "gschtabig" für solche Zirkusnummern. So hing ich klitschnass mit den Vorderpfoten am Stein und war dankbar, dass mich Frauchen sofort und mit vereinten Kräften aus der Patsche befreite. "Moro, um Himmelswille, Du bisch ja richtig abtaucht !! Chasch Du überhaupt schwümme ??" Tja, das weiss ich auch noch nicht so genau, wahrscheinlich schon, ich bin ja trotz allem noch ein Hund, oder ?! Auf jeden Fall war ich patschnass, hüpfte wie eine fehlgesteuerte Antilope auf und ab und schüttelte mich dauernd, um das unangenehme Nass aus meinem Fell zu bringen. Ich muss ziemlich lustig ausgesehen haben, denn Frauchen erkannte deutlich, dass sie wohl die Einzige mit einem Schock aufgrund meines Tauchganges war und lachte herzhaft über meine Tanzübungen. Einige Tage später plumpste ich doch ungeschickterweise noch ein zweites Mal in den Fluss - und wieder musste Frauchen und eine andere Hundebesitzerin mich aus der misslichen Lage befreien. Naja, werde im Sommer wohl mal meine Schwimmkünste auf Vorderhund bringen :-) Das eigentlich Mühsame an den Limmatbädern ist nur, dass Frauchen mich zuhause konsequent unter die Dusche stellt, damit ich nicht wie eine "feuchte Forelle" rieche - phhh, wie wenn sie so eine feine Nase hätte...
Auf der Werdinsel

Auf jeden Fall halte ich meine beiden Lieben ziemlich auf Trab (sie mich aber auch !!) und ich geniesse das Hundeleben mit meinem aktiven Rudel !