Sonntag, Juli 21, 2013

Kopenhagen - Dragor

Eigentlich wollten wir heute Bekanntschaft machen mit der berühmten kleinen Meerjungfrau von Kopenhagen - da aber gefühlte 2 Millionen Asiaten die gleiche Idee hatten wie wir änderten wir unser Programm kurzfristig und verliessen das Mekka der 1001 Kameras fluchtartig. Während unser Auto von einem nationalsozialistischen Inder verwöhnt wurde, erfuhren wir vom Kunden vor uns, dass das Städtchen Dragor absolut sehenswert sei. Und so fuhren wir mit strahlend glänzender Carrosserie an die Ostküste Amagers (dänische Insel, auf welche sich im Norden ein Teil der Stadt Kopenhagen ausdehnt). Was ich von Dragor halte? Naja, die Küste ist noch ganz nett, wobei auch hier - ich wiederhole mich - ein paar Bäume mehr meinem Temperaturhaushalt echt geholfen hätten. Mit zunehmendem Alter vertrage ich diese Hitze einfach immer schlechter. Die Kälte eigentlich auch - ja, ich geb's zu: mein optimaler Temperaturbereich wird tatsächlich immer schmaler! Aber zurück zum Thema: nach einem Strandspaziergang mit scheuem Ostsee-Kneipping ging's nach Kopenhagen zurück, ins Christianshavn-Viertel. Und wieder eine Runde Latschen, ich sag's euch! Herrchen und Frauchen wollten dann unbedingt noch die Sandskulpturen anschauen gehen; gottseidank waren Hunde dort nicht erlaubt und wir opferten uns als Auto-Bewacher. Endlich im Hotel angekommen fielen Marta und ich wie zwei tote Sandskulpturen auf unsere Deckelis und träumten von grossen schattigen Körbchen :-)

 Frauchen, mach fürschi mit dem Föteli, es isch heiss! *grummel* Übrigens: Hafen von Dragor

 Mässige Begeisterung beim Kneippen: "Mir findet's nöd soo lässig...!"

Wenn ihr genau hinschaut, könnt ihr noch die vielen Windräder am Horizont erkennen - von denen gibt's unzählige hier in Dänemark ;-)

 Im Christianshavn-Viertel

 Super, Herrchen, das "CH" abgeschnitten, der Daumen drin!

 Die beste Sandskulptur! (zumindest gemäss Herrchen und Frauchen)

Herrchen in der Wüste, oder so...

Für die ganz Wissbegierigen


*schlummer*
"Hüüünd, lebed ihr no??!!" :-)

Samstag, Juli 20, 2013

Kopenhagen und sein einziger Hundepark

Ferienprogramm: Ausschlafen - Morgen- bzw. Mittagessen - im Rosenborg-Have-Park abhängen (als Unterhaltungsband marschierte das royale Orchester vorbei, ungewollt begleitet von einer Falun-Gong-Demonstration) - Abendessen beim Italiener (wie immer ohne uns) - Abendrunde im Hundepark. Highlight: Bekanntschaft mit Strassenhündin Madonna, welche bei einem jungen dänischen Pärchen wohnt und eine noch schrecklichere Vergangenheit hat als Marta und ich. Wir tobten nach 2300h zu dritt durch den leeren Hundepark und ich konnte meiner neuen Angebeteten mal richtig zeigen, was ich immer noch so drauf habe - sehr zur Belustigung unserer Menschen :-)


Des Morolinos liebste Beschäftigung - Herrchen kommt auch noch auf den Geschmack :-)

Zu später Stund' im Hundepark
ist es finster und ganz dark
dies ist die Zeit vom schwarzen Schatten
der unerbittlich jagt über dunkle Matten
ihr wisst, von wem die Rede ist -
es ist Morolino, der Anti-Pazifist :-)

Freitag, Juli 19, 2013

Odense - Kopenhagen

Und weiter ging's mit unserem Nomadenleben: Kopenhagen hiess die nächste Destination und Herrchen konnte seine Vorfreude auf das bevorstehende Grossstadtleben nur schwerlich verbergen. Zuerst wollten wir (also die Chefs!) aber noch der zweitgrössten Stadt Fünens, Svendborg, einen Besuch abstatten. Gesagt, getan - und etwas enttäuscht: Svendborg ist ein eher unspektakuläres Fischerdörfchen.
Die Reise führte uns dann über beeindruckende Brückenkonstruktionen ins Zentrum der dänischen Hauptstadt, wo uns im Hotel Phoenix wieder ein Guetzli-Säckli und zwei Mini-Näpfe erwarteten. Frauchen: "Mir händ kei Büsis debi!" :-)
Die obligatorische Erstinspizierung des Reviers liess auch nicht lange auf sich warten und auch hier, im Herzen der dänischen Metropole muss man sich den Markierungsbaum echt verdienen! Immerhin gibt es hier zahlreiche, grosszügige Parkanlagen, in welchen aber ausnahmslos Leinenpflicht herrscht. Generell muss an dieser Stelle einmal gesagt werden, dass Dänemark nicht zu den hundefreundlichsten Destinationen gehört. Der Zutritt zu Restaurants bleibt uns gänzlich verwehrt und die Möglichkeiten zum freien Herumtollen sind auf ein Minimum reduziert. Herrchens Kommentar auf meine Kritik: "Isch halt es Inselvolk, Morolino!"
Immerhin entdeckten wir auf unserer Abendrunde im Faelled-Park ein eingezäuntes Areal in der Grösse eines Fussballfeldes, in welchem Hunde sich leinenlos austoben dürfen (übrigens das einzige in der Stadt!!) - mit vielen anderen vierpfotigen Freunden; für mich als Einzelgänger und grundsätzlich feindlich gesinntem Zeitgenossen natürlich eher suboptimal. Auch Marta, die unverbesserliche Angsthäsin, hatte Mühe mit dieser Art von begrenztem Auslauf. Und so beschlossen wir, diesen Park erst dann aufzusuchen, wenn alle anderen Kopenhagener Fellnasen bereits im Körbchen sind.  Herrchen: "Moro, Du bisch echt än Psychopath!"

Am Hafen von Svendborg ("Morolino, lueg i d'Kamera!")

 Immer noch am Hafen von Svendborg... *grummel*

 Beim Mittagessen: da die Chefs das Deckeli vergessen haben, muss ich wohl oder übel im Stehen schlafen *grummelgrummel*

 
 "Morolino, lueg, d'Marta machts richtig - au ohni Deckeli!" *kicherkicher*

 
Herrchen: "Schatz, mach ä gueti Foti vo dere Brugg!!"

 Die königlichen Gemäuer (Amalienborg, Pflichtbild, sauheiss auf diesen Pflastersteinen...)

 In der "Kastellet"-Anlage (alte Festungsanlage am Hafen, sternförmig angelegt, recht hübsch, sogar mit Bäumen, aber leider Leinenpflicht)
 "Kastellet" Teil II. Foto mit Rätselcharakter: was hält Jürg in der rechten Hand? (Frauchen kringelt sich vor Lachen bei dieser Frage)

 Genau: uns zwei Doggies. Und was ist daran soooo lustig?

Donnerstag, Juli 18, 2013

Odense und das Fünen-Dorf

Nach einem ewig langen Morgenspaziergang ging es zum Mittagessen ins "Fünen-Dorf", eine beschauliche Rekonstruktion der früheren Lebensweise der einheimischen Bevölkerung, vergleichbar mit unserem Ballenberg-Dorf (war zwar noch nie dort, aber als gebildeter Hund ist man natürlich auch kulturell informiert). Leider durften wir auch dort nicht auf eigene Pfote losmarschieren - zugegeben, wir hätten das romantische Beisammensein von Tier und Mensch tüchtig durchgeschüttelt :-)
Gaht's no wiit??!



Mittwoch, Juli 17, 2013

Ribe - Odense

Weiter ging's nach Odense, der grössten Stadt auf Fünen. Nach dem Einchecken erkundschafteten wir wie gewohnt als erstes die nähere Umgebung und trafen auf eine wunderbare, grosse Parkanlage mit vielen lauschigen Plätzchen. Ebenso verführerisch dufteten die Würste und Steaks auf den portablen Mini-Grills: "Nei, ihr chönds vergesse, Hünd, ich lan eu sicherlich nöd vo dä Leine!!" Schade :-(
Immerhin trafen wir noch eine schwarze Windspiel-Hündin mit ihrer eleganten Besitzerin und einem tollen Gefährt: die Dänen sind eigentlich immer mit dem Velo unterwegs und haben oft riesige Transportkisten vor dem Lenkrad, hauptsächlich für Kinder und Gepäck - wäre aber echt auch was für mich!
 Gässchen in Odense (übrigens auch nur mit spärlich gesäten Markierungshilfen)
 Junge Schwäne - Frauchen musste da natürlich sofort entzückt zur Kamera greifen. Herrchen: "Schatz, ich würd würklich nöd znööch ane!"


 Abendessen (ohne uns!) in einem wunderbaren Innenhof im Restaurant "Den Gamle Kor".
Unterdessen genoss ich das kuschelige Bett der Chefs, völlig unbeeindruckt von den getätigten Abschreckungseinrichtungen (= 2 Stühle) *kicherkicher*

Dienstag, Juli 16, 2013

Ribe - Insel Mando

Tagesprojekt: Besichtigung der Insel Mando. Nach einem gemütlichen Morgenessen in einem lauschigen Innenhof in Ribe ging es deshalb (auf sternförmigen Umwegen) nach Vester Verstedt, wo sich das Naturzentrum befindet. Glücklicherweise erwischten wir gerade noch den 1400h Bus (= Traktor mit Anhänger) nach Mando - Hunde erlaubt :-) Im Schritttempo quer durch das seichte Wattenmeer erreichten wir nach knapp 45 Minuten die Insel und genossen das Wattenmeerufer ohne Leine. Blöd nur, dass man dieses Wasser irgendwie nicht trinken kann...

Morgenessen in Ribe


 Frauchen im Mando-Bus, mitten im Wattenmeer.

Selbstportrait im Mando-Bus *seufz*, währenddessen Marta und ich mit dem rumpelnden Traktor auf dem unebenen Grund zu kämpfen hatten...

Schööfli - leider unerreichbar für uns.
Mit Jürg und Marta

Frauchen: "Jürg, lueg, dass mir alli drü möglichscht natürlich druff sind....!"

Die Chefs - eine der vielen Selbstaufnahmen...

Total erschöpft nach dem Strandspaziergang

Montag, Juli 15, 2013

Hamburg - Ribe

Da für unser Rudel ja die "Morgenstund" ganz und gar kein "Gold im Mund" hat, gab es als erstes ein Mittagessen im deutschen WakuWaku-Biorestaurant. Frisch gestärkt und mit einem Bündel Budni-Hundetüten im Gepäck ging's los Richtung Ribe, Dänemark. Dort erwartete uns anstelle eines Designerhotels und Willkommensguetzli ein einfaches aber süsses Reiheneinfamilienhäuschen. Die Ferienanlage liegt inmitten einer wunderschönen Grünanlage mit verschiedenen Weihern zum Selberfischen - was Marta und ich natürlich liebend gerne ausprobiert hätten...
Das Städtchen Ribe ist nicht weniger idyllisch: wie im Bilderbuch reiht sich ein Häuschen ans andere, jedes schnuckeliger als das andere, mit viel Liebe und Blümchen und "Schischi" (wie Herrchen sagen würde) dekoriert. Aber hat jemand bei aller Liebe zum Detail an uns Fellnasen gedacht? Nein, natürlich nicht: KEIN EINZIGER BAUM zum Markieren des Reviers! Das gibt's ja gar nicht!
"Nei, Morolino, nöd a das Bluemechischtli bisle, das chasch nöd mache!"

 Ein lauschiges Gässchen in Ribe (ohne Baum!)


Frauchen: "Chömmed, mer mached äs idyllischs Bildli!". Total geglückt, nicht?!
Soooo schöööön!


 Fischfang unserer Nachbarn (*Neid und Eifersucht*!)

 Unsere beiden Blondinen im rustikalen Häuschen.


 Herrchen mit iPad: immerhin WLAN auf dem Land!

 Delegieren ist die Königsdisziplin des Chefs: Marta bewacht auf meinen Befehl hin brav unsere Hütte!
Herrchen im Restaurant "Saelhunden" = Seehund - kein Kommentar, wir waren zum Glück nicht dabei!


So, meine Welt ist wieder in Ordnung!

 "Moro, säg allne Guet Nacht!"

 Todmüde, aber glücklich :-)