Sonntag, Mai 21, 2006

Moro, das Taucherli

Die Zeit verstreicht und ich kann Euch heute wieder mit einer stattlichen Menge neuer Geschichten meine Tagebuchzeilen füllen.
Sonnenbad auf meiner Terrasse

An den Schulalltag habe ich mich zwar mittlerweile gewöhnt, wobei ich anmerken muss, dass ich - wenn ich als Mensch geboren wäre - als Lern-Minimalist wohl nie freiwillig an die Uni gegangen wäre sondern eher einen hieb- und stichfesten Beruf erlernt hätte (Jäger zum Beispiel). Aber egal: mit Frauchens Geduld und Ausdauer finde ich mittlerweile Gefallen an Hindernissen, Spiel und Unterordnung :-) Gestern hatte ich die erste Zusatzstunde mit meinem Galgokollegen Nico und zu zweit macht es irgendwie mehr Spass - zudem nennt sich die Veranstaltung "Plauschgruppe" und das trifft meine Erwartungen ziemlich genau. Und die Trainerin hat eine sehr hübsche Dobermannhündin, welche ich mit meinem spanischen Charme versuche um die Pfote zu wickeln - bisher leider erfolgslos.
Ja, ich warte ja VOR dä Chuchi uf s'Esse :-)

Meine Passion, die Büsiverfolgung, wird jedoch leider auf ein Minimum reduziert. Nach zwei - in Frauchens Augen sehr peinlichen - Erlebnissen in fremden Gärten hängt sie mich in feindlichen Zonen nun konsequent an die Schleppleine *grummel*. Immerhin könnten wir uns mit unseren Samtpfotenkenntnissen bei "Wetten, dass..." anmelden: wetten, dass Frauchen und Moro sämtliche Haushalte mit Katze in der Umgebung Höngg inklusive Farbe (Frauchen) und Geruch (Moro) kennen.
Mit der Limmat habe ich mich - ungewollt - auch näher (um ehrlich zu sein: zu nah) eingelassen: beim Versuch, einen Fussball aus dem Wasser zu angeln (Frauchen: Moro, wo isch dä Bölle ?) rutschte ich auf dem glitschigen Stein aus und ging auf Tauchstation. Ich versuchte, mich mit meinen langen Beinen an einem ufernahen Stein aus dem Wasser zu ziehen, aber irgendwie bin ich wohl zu "gschtabig" für solche Zirkusnummern. So hing ich klitschnass mit den Vorderpfoten am Stein und war dankbar, dass mich Frauchen sofort und mit vereinten Kräften aus der Patsche befreite. "Moro, um Himmelswille, Du bisch ja richtig abtaucht !! Chasch Du überhaupt schwümme ??" Tja, das weiss ich auch noch nicht so genau, wahrscheinlich schon, ich bin ja trotz allem noch ein Hund, oder ?! Auf jeden Fall war ich patschnass, hüpfte wie eine fehlgesteuerte Antilope auf und ab und schüttelte mich dauernd, um das unangenehme Nass aus meinem Fell zu bringen. Ich muss ziemlich lustig ausgesehen haben, denn Frauchen erkannte deutlich, dass sie wohl die Einzige mit einem Schock aufgrund meines Tauchganges war und lachte herzhaft über meine Tanzübungen. Einige Tage später plumpste ich doch ungeschickterweise noch ein zweites Mal in den Fluss - und wieder musste Frauchen und eine andere Hundebesitzerin mich aus der misslichen Lage befreien. Naja, werde im Sommer wohl mal meine Schwimmkünste auf Vorderhund bringen :-) Das eigentlich Mühsame an den Limmatbädern ist nur, dass Frauchen mich zuhause konsequent unter die Dusche stellt, damit ich nicht wie eine "feuchte Forelle" rieche - phhh, wie wenn sie so eine feine Nase hätte...
Auf der Werdinsel

Auf jeden Fall halte ich meine beiden Lieben ziemlich auf Trab (sie mich aber auch !!) und ich geniesse das Hundeleben mit meinem aktiven Rudel !

Mittwoch, April 19, 2006

Spiel mit dem Windspiel

Da Frauchen's Experimente heute Priorität 1 hatten, ertönte schon um 0600h der Morgenappell zum Spaziergang. Doch wie das so ist mit Plänen im Leben: es kommt meist ganz anders als man denkt....
Auf der anderen Strassenseite grüsste uns ein junger Mann mit einem klitzekleinen, hübschen italienischen Windspiel und wir ahnten noch nicht, dass wir die beiden durch mein Verschulden schon bald noch besser kennenlernen sollten.
Am Ende des allmorgendlichen Spaziergangs geht's jeweils in meinen Lieblingspark mit viel Grünflächen und Sportplätzen, wo man - nebst Frauchens Pflichtübungen - so herrlich herumtollen und rennen kann. Normalerweise sind Frauchen und ich auch die einzigen, welche im Morgengrauen pickelhartes Training mit anschliessendem Spiel und Spass praktizieren. Aber nicht heute: schon von weitem sahen wir auf "unserem" Trainigsplatz einen Mann, welcher aufgrund seiner Bewegungen und nicht zuletzt wegen dem leuchtgelben Wurfgegenstand offensichtlich mit einem Hund dort sein musste. Beim Näherkommen erkannten wir den jungen Mann mit seinem Windspiel wieder und bevor Frauchen irgendwas sagen konnte, stand ich schon neben dem Winzling (isch das überhaupt än Hund ??) und jagte ihn mit freudigem, wenn auch zugegebenermassen ein wenig ungestümem Gebell und Gehopse ans Ende des Fussballfeldes. Der Kleine fiepste, flüchtete, prallte vor lauter Schreck gegen den Maschendrahtzaun, sauste in die andere Richtung - und war weg ! Da hörte ich Frauchen's Rufen und eilte wohlweislich und selber erstaunt über meine beeindruckende Vorstellung zu ihr zurück. Doch anstatt lobender Worte gab's Leinenzwang und einen Rüffel ("Du bisch so än Totsch, Moro, ehrlich !") - was kann ich denn dafür, wenn dieser Zwerg keine Ahnung von innerartlicher Kommunikation hat oder nur italienisch wufft ?? Tja, ihr seht, die Sprachbarriere existiert auch im Reich der Hunde...
Auf jeden Fall war fertig lustig für heute und nachdem der Knirps nach mehrmaligem Pfeifen und Rufen verschwunden blieb, erklärte sich Frauchen sofort bereit, bei der Suche zu helfen. (Super, bin ich än Suechhund oder was ??). Wir teilten uns auf und durchstreiften den Park von beiden Seiten, in der Hoffnung, den Kleinen irgendwo zu finden. Erfolglos. Zum Glück gehörte der junge Mann, Mike, zur Rasse der Nervenstarken und er meinte nur deprimiert: "Dä gsehn ich nie meh, dä isch so zuetroulich, dä gaht zu jedem und dänn chlaut dä öpper !" Frauchen machte auf Zweckoptimist: "Dä findemer !!" Und zudem befürchtete sie, dass der Kleine in Panik nach Hause gerannt ist und dabei die vielbefahrene Strasse im Morgenverkehr passierte. Im Stechschritt liefen wir zurück und erfuhren auf dem Weg von Mike, dass der kleine Henry ein edles Zuchtexemplar ist und er das Hündchen erst 5 Wochen habe und stark bezweifle, dass dieser den Heimweg alleine finden würde. Für Frauchen war dies aber ausser Frage: "Das isch än Hund, dä kännt sis Dihei !" Und tatsächlich: der Knirps sass kerzengerade und bockstill vor seiner Eingangstür. Auch mir fiel ein Stein vom Herzen und nachdem ich den Kleinen begrüsst hatte, war dann die Welt für alle wieder in Ordnung - und das Glückskontingent der ganzen Woche aufgebraucht !!
Und obschon ich Frauchen's Morgenplan effizient zunichte gemacht hatte, war sie einfach nur froh, dass mein morgendlicher Leichtsinn ein glückliches Ende fand und nahm mir das Versprechen ab, mich in Zukunft italienischen Windspielen mit etwas mehr Taktgefühl zu nähern ("Das sind kei Häsli, Moro, und Du bisch kei Antilope !) :-)





Ich bin doch soooo än Brave....

Freitag, April 14, 2006

Ostergrüsse !

Hallihallo liebe Leute ! Mein neues Leben ist so aufregend, dass ich kaum dazukomme, meinen Blog aktuell zu halten :-)
Um es vorweg zu nehmen: mir geht es - bis auf eine schmerzende Schnittwunde an der Hinterpfote - blendend und ich weiss gar nicht, wo ich zu erzählen beginnen soll. Am meisten ärgert mich im Moment das hundelausige Wetter - wenn die kalten Temperaturen noch länger anhalten, wächst mir demnächst ein Bernhardinerpelz...
So langsam habe ich mich aber an den neuen Tagesrhythmus gewöhnt und meine Wochen sind durch die Aufenthalte bei Herrchen im Büro und bei Frauchens Eltern sehr abwechslungsreich und mit immer neuen Eindrücken und Erlebnissen gespickt. Zudem gewinne ich täglich an Selbstbewusstsein und verteidige meine Chefposition im Hunderudel mit Vehemenz (wenn ich schon zuhause nur Indianer spielen darf...) und grossem Durchsetzungsvermögen.

Was isch ??

Selbst die Hunde-Trainerin staunt mehr über meine Persönlichkeitsentwicklung als über meine schulischen Leistungen in den letzten 3.5 Monaten...Tja, Chefs müend schliesslich kommandiere und nöd folge, oder ? Spass beiseite: so schlimm ist es nicht - und obschon ich wirklich nicht der Musterschüler bin, machen wir mit Frauchens unermüdlichem Training kleine aber stetige Fortschritte. Da sie leider über grosses theoretisches Wissen in Sachen Hundeerziehung verfügt, muss ich als Versuchskaninchen vom Schleppleinentraining bis zum Wasserspritzhalsband alles mitmachen *grummel* und diene sozusagen als praktischer Assistent...Immerhin habe ich meinen beiden Häuptlingen klargemacht, dass selbst das dämliche (und zudem äusserst unattraktive) ferngesteuerte Spritzhalsband mit ekelhaft penetrantem Zitronenbeigeschmack einen echten Vollblutjäger nicht von der Büsiverfolgung abhalten kann (naja, konnte mich schon nicht 100% auf die Beute konzentrieren und meine Fellimprägnierung al limone reduzierte wohl meine Chancen bei der Damenwelt auf Unternull). Meine beiden Lieben nehmens aber zum Glück gelassen und so spielen wir aktiv zusammen das Konzentrationsspiel mit Scannerblick: "1,2,3, wer gsehts s'Büsi zerscht ?"
Ab Mai gehts mir dann im wahrsten Sinne des Wortes doppelt an den Kragen: zusammen mit meinem pubertierenden Galgo-Freund Nico gibts zusätzlich zum Agility-Aufbaukurs Privatstunden (oder ist es wohl getarnter Nachhilfeunterricht ??) im Fach "Unterordnung" :-)
Zusammengefasst: ich bin ein echter Glückspilz und geniesse als "Wunschhund" von Frauchen die volle Verwöhnpension (inkl. Streicheleinheiten, Spiel und Spass) in meinem neuen hundeparadiesischen Zuhause !
Zuerst ein paar Schnappschüsse von heute - von der Allmend Brunau, sogar mit Sonne :-)

Ou, das gitt nassi Pfote...

Hey, ich gib da dä Ton aa !




Jürg, wotsch scho wieder mit äm Stäckli spiele ??

Und hier noch ein paar Eindrücke der letzten Wochen:

Männer unter sich...

Schrank uufschtelle macht müed...

der mit der Stoffkuh kämpfte :-)

Kopf unters Sofa und ab ins Reich der Träume...

Frohe Ostern allerseits und auf dass ich wenigstens einen Schoggihasen ergattere :-)

Dienstag, März 07, 2006

Winterfreuden

Also ehrlich, ich habe so langsam die Hunde-Schnauze voll von der weissen Schneepracht ! Anstelle des breiten Limmatweges gab's heute Morgen gerade mal einen fussbreiten Trampelpfad, links und rechts von Tiefschnee gesäumt und die Trottoirs konnte man sich unter der dicken Schneedecke bestenfalls vorstellen ! So trotteten wir rutschend und schlitternd vorwärts, peinlichst darauf achtend, mit den Pfoten nicht allzu tief in der kalten Masse zu versinken. Meine Hundekollegen finden das Schneespektakel einfach genial und tollen wie verrückt und stiebend im Neuschnee - also ich verstehe das nicht, ist mir einfach zu kalt und zudem muss ich sämtliche Kräfte aufwenden, um wie eine Antilope springend Frau Holles Flocken wieder zu entkommen (sehr zu Frauchens Belustigung !)....


Ich bin halt ein echter Spanier und kein Schweizer Eskimo :-)
Am Abend waren wir zu Besuch bei Katzenbesitzern und ich liess die beiden Pelzträger keine Minute aus den Augen, immer in der Hoffnung, dass sich die Samtpfoten zu einem Verfolgungsspiel überreden lassen würden - Herrchen und Frauchen hatten aber gar kein Musikgehör für Spiele dieser Art und so hinderte mich die Leine zuverlässig daran, an die Büsis ranzukommen. Ich war so angespannt, dass ich nicht mal meinen Znacht aufass - tsss, wer isst schon vegetarisch wenn 2x Braten rumspaziert ??? Frauchen ist auf jeden Fall überzeugt, dass ich mich wohl nie an Katzen gewöhnen würde (sie mit ihrer Allergie ja auch nicht, also was solls :-)) !

Samstag, März 04, 2006

Mäntelis machen Galgos ;-)

Nach dem obligatorischen Samstagseinkauf mit Abstecher in Dübendorf (Möbel Pfister), um ein passendes Schuhschränkli zu finden (ich war bei den einkaufenden Menschen natürlich wieder Hauptattraktion zwischen all den Möbeln) hängten wir uns zuerst für eine verdiente Siesta in unsere Sofas, bevor Frauchen mich für einen romantischen Schneespaziergang "überredete". Widerwillig und im Wissen darum, dass es draussen nur so von lästig auf der Schnauze rumtanzenden Schneeflocken wimmelte und eine knöcheltiefe Neuschneedecke darauf wartete, von uns durchwatet zu werden, liess ich mir das Halsband umlegen. Aber noch nicht genug: Frauchen machte auf hyperbesorgt und zwang mir das verhasste Mänteli auf den (attraktiven) Leib - ou neiiii !

Ich gseh sooo doof uus ! S'Gspött vo Höngg, grrrr !



Herrchen blieb natürlich als couch potato zuhause und meinte nach einem bösen Blick von Frauchen: "Ou Moro, schöns Mänteli, staht Dir würklich super !! *zwinkerzwinker*
Papperlapapp, ich glaub keis Wort, aber für Cervelats mach ich fascht alles...
PS: zugegeben, nach 1.5h Spaziergang war ich dann doch ganz froh, dass ich die wärmende "Blache" anziehen musste....


30cm Neuschnee - ich hoffe, es wird bald Früehlig *seufz*

Donnerstag, März 02, 2006

Moro, Musterschüler und Fuchsschreck !

Uiuiui, das war ein Tag heute ! Der Donnerstag fing so richtig langweilig und geruhsam an: ich hatte wieder einmal einen Home alone day und so verschlief ich den Morgen, ging mit Frauchen am Mittag auf einen ausgedehnten Spaziergang und döste dann nochmals ein paar Stündchen bis es am Abend in die Schule ging (übrigens mit Mänteli, danke Petrus, bist mir echt ein Freund !). Dort zeigte ich mich aber von der allerbesten Seite und wir absolvierten alle Übungen mit Bravour - Frauchen platzte beinahe vor Stolz !! Anschliessend begleiteten wir Paulo und seinen schwarzen Labrador Nero nach Hause und ich genoss das Herumtollen nach der kopflastigen Ausbildung - ist gar nicht so einfach, sich eine Stunde zu konzentrieren, ich sag's Euch, aber ich finde langsam Gefallen an der Streberei :-)
Nachdem wir Paulo und Nero verabschiedet hatten, machten wir kehrt und genossen unseren Abendspaziergang im Reckenholz, der uns über weite Felder und verschneite Wege führte. Und da war er plötzlich: der Fuchs ! Ich sah ihn zuerst, etwa 300m von uns entfernt, dann entdeckte ihn auch Frauchen und rief mich sofort zu sich - too late, baby, den Pelzkollegen schnapp ich mir ! Ich startete mit Vollgas und war Meister Reinecke innert Sekunden dicht auf den Fersen (lahmer Sack !) als es plötzlich krachte und ich im Spurt abrupt und unsanft gegen den Maschendrahtzaun eines Kuhgeheges prallte. Ich blieb bockstill stehen und wusste gar nicht, was mit mir geschehen war. Da hörte ich Frauchen aus der Ferne verzweifelt und mit besorgter Stimme meinen Namen rufen und sah sie auf mich zustürmen. Ich lief ihr entgegen und wir stellten beide mit Verwunderung und Schrecken fest, dass wir uns nicht auf der selben Seite des ca. 2m hohen Zaunes befanden. "Moro, wie um Himmelswille bisch Du uf die Siite vom Haag choo ???" Weiss ich nicht so genau, auf jeden Fall fände ich es toll, wenn Du mich wieder auf Deine Seite holen würdest, dachte ich mir und sie schien dasselbe zu wollen ! So trabten wir - durch die Metallmaschen getrennt - nebeneinander her, bis Frauchen an einer Stelle eine Öffnung herzaubern konnte und mich aus der misslichen Lage befreite. Zudem entdeckte sie ein etwa 50cm grosses Loch mit zerrissenen Metallmaschen im Zaun, welches möglicherweise von mir stammte. "Mach das nie meh Moro, Du häsch mich ja so verschreckt !!" meinte sie vorwurfsvoll und tastete mich im Dunkeln ab, um mögliche Verletzungen zu ertasten. Wir trotteten beide mit dem Schock in den Gliedern zum Auto zurück, ich wich nicht mehr von ihrer Seite - das Erlebnis isch mer rächt under Huut...villicht sötti doch kei Füchs meh jage ?? Auf jeden Fall bin ich mit ein paar Schürfungen und Prellungen davongekommen, es ist uns allen aber immer noch ein Rätsel, wie ich als Knallerbse durch den Moschendrohtzäun gedonnert sein soll....


Hey Jürg, under euis gseit, ohni dä doofi Haag hett ich dä Fuchs locker verwütscht !!

Sonntag, Februar 26, 2006

65 Jahre Pa

Unglaublich, dass Menschen ihre Geburtstage dazu gebrauchen, hemmungslos Feste zu feiern :-), aber so ist es nun mal, ich sag's Euch ! Und ich durfte beim heutigen Brunch, den Pa zu seinem 65 Geburtstag im GZ Wipkingen ins Leben geruft hatte natürlich mit von der Partie sein und spielte wieder einmal mehr die Rolle des jüngsten und herzallerliebsten Familienmitgliedes des Fischer-Clans :-)


Jaja, meine Zunge macht manchmal was sie will - schön ist, dass ich immer meine persönlichen Paparazzis dabei habe, die mich in allen möglichen aber meist unmöglichen Momenten ablichten...

Samstag, Februar 25, 2006

Bei Nadia & Bruno

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen - und so ging's am Nachmittag vor dem Feiern auf eine Runde Jogging (zumindest für Herrchen, für mich ist das Training ja einfach ein leichtes Warmlaufen, höhö !). Hier ein paar Bilder von uns Sportkanonen:






Anlässlich des 30. Geburtstages von Frauchens bestem Freund Bruno waren wir allesamt zum Nachtessen im Hause Kühne-Binder eingeladen ("Partner und Pets"). Und zugegeben: ich fühle mich mittlerweile unter all den vielen netten Freunden meiner Lieben so richtig wohl und stehe eigentlich immer im Mittelpunkt der Streicheleinheiten ! Zudem sorge ich für allgemeine Heiterkeit, wenn ich wieder irgendwelche Gegenstände in der fremden Wohnung aufstöbere und in die Menschenschar apportiere oder wenn ich fasziniert vor dem an die Wand projizierte Beamer-Bild stehe und es den Anschein macht, dass ich mit aufgestellten Ohren und schräg geneigtem Kopf "mitschaue" :-)
Hey, Leute, finde Euch echt cool, vorallem Bruno und Sev (mit Sev habe ich sogar Ball gespielt, ist ein echter Kumpel :-)). Hier ein paar Impressionen:


Alle haben mich lieb :-)

Zum Glück han ich mis Fäll debii...

Sonntag, Februar 19, 2006

Auf dem Üetliberg

Hier bin ich wieder, liebe Leute, und es geht mir super ! Die Zeit vergeht wie im Flug und ich erlebe jeden Tag irgendwas Spannendes. Am Donnerstag gehen Frauchen und ich fleissig in die Schule und hoffen, dass wir nach Absolvierung des Aufbaukurses mit Agility starten können. Zwar herrscht die Meinung vor, dass ich als (zu) grosser Galgo keine Chance auf eine Goldmedaille haben werde, aber falls es Spass macht, ist uns das egal :-)
Punkto Erziehung geht's langsam aber stetig voran: Frauchen trainiert mit mir täglich irgendwelche Übungen und ich denke, ich bin ein ziemlich guter Schüler - klar, manchmal lasse ich mich von all den interessanten Umwelteinflüssen ablenken und konzentriere mich dann nicht mehr richtig auf Frauchen, aber wir bleiben dran !
Heute zeigte mir Frauchen Zürich's Hausberg (Herrchen verbrachte seinen Sonntag mit Göttibub Robin auf dem Eisfeld), wo wir mit Kufen auch nicht am falschen Ort gewesen wären: der Weg der Bahn entlang war fürchterlich rutschig - ich fand's lustig, Frauchen weniger...


Meiner Schnüffelnase entgeht nix !

Samstag, Januar 28, 2006

Moro im Engadin

Samstag, 28.01.2006
Juppiiih, meine ersten Ferien sind da ! Nachdem Herrchen und Frauchen den Grossteil ihres Haushaltes + meine Utensilien in unzähligen Koffern und Taschen verstaut hatten und mich – der ihnen auf Schritt und Tritt folgte – immer wieder mit den Worten: „Ja, Moro, Du chunnsch ganz bestimmt au mit !“ beruhigten, verliessen wir dann kurz nach 1100h mit Sack und Pack im neuen Auto unsere Heimatstadt – Fernziel: Samedan im Engadin.
Klammerbemerkung: das neue Auto finde ich absolut klasse (nach Herrchens Meinung fehlen zwar definitiv ein paar Pferdchen !): endlich habe ich genug Platz für meine langen Beine und kann im Kombikofferraum mit Hundegitter bequem stehen, sitzen oder liegen – letzteres mache ich aber nur, wenn mein kuscheliges Fell als Unterlage dient, ansonsten stehe ich knallhart auf der ungemütlichen Plastikmatte und ärgere mich !


Den ersten Zwischenstopp machten wir in Bilten und ich freute mich natürlich riesig über das Wiedersehen mit Evelyne und den Besuch in der Auffangstation. Evelyne war ganz begeistert von meiner tollen Sportler-Figur und meinem glänzenden Fell – aber trotz aller Bewunderung: das doofe Mänteli bin ich immer noch nicht los, seufz :-) !


Die Reise ins Engadin verlief dann reibungslos – ich schlief so seelig im Kofferraum, dass Herrchen und Frauchen von Zeit zu Zeit eine Pinkelpause einlegten und kontrollierten, ob es mir auch wirklich gut geht !
Unsere Ferienwohnung, welche wir mit Herrchens Eltern teilen, ist soweit auch ok. Klar, nicht zu vergleichen mit meiner Luxus-(Hunde-)Hütte in Höngg: mein Sofa und mein Körbli fehlen mir wirklich sehr (wenn niemand hinguckt, mache ich es mir – soweit dies der Platz erlaubt – auf dem mickrigen 2-er Sofa bequem, hihi) !


Dafür ist die Umgebung wunderschön : da gibt’s breite verschneite Flächen, welche zum Austoben und Sprinten wie gemacht sind und dies nütze ich gnadenlos aus (auch Langlaufloipen würden sich super für mich eignen, wenn da nicht immer wieder Menschen mit langen Stöcken und komischen Fusslatten vorbeihetzen würden...).
Also kurz zusammengefasst: ein toller erster Ferientag.

Sonntag, 29.01.2006
Das Wetter heute zeigte sich nicht wirklich von der Sonnenseite, weshalb anstelle von Snowboarding Spazieren angesagt war (zu meiner grossen Freude, danke, Petrus ;-)).


Mit Herrchens Eltern machten wir uns auf den langen Weg - mit Umwegen ! - nach Pontresina, von wo wir nach einer stärkenden Kaffeepause per Bus (mein erstes Mal !) wieder nach Samedan zurückreisten.

Uff, endlich geschafft...

Zur Feier des Tages ging’s am Abend in das wunderschöne Bergrestaurant Muottas Muragl (mit Zahnradbähnli, finde ich eigentlich auch ganz cool !).

Hier mit Herrchens Eltern und vergeblichen Versuchen, die Lederhandschuhe zu klauen ;-)

Ich war so müde, dass ich während des ganzen Nachtessens keinen Mucks von mir gab und friedlich auf meinem (gottseidank von Frauchen mitgeschleppten) Kuschelfell schlummerte – zur grossen Bewunderung sämtlicher Restaurant-Gäste !

Montag, 30.01.2006
Frauchen und Herrchen machten auf Egoist und überliessen mich am Mittag Herrchens Eltern, während sie sich mit ihren seltsamen Brettern und den komischen Yeti-Schuhen davonmachten. Ich genoss also den Nachmittag in der Stadt der reichen Pelzträgern (ekelhaft provokativ !) und fühlte mich eigentlich ganz wohl unter der St. Moritzer-Prominenz :-)


Dienstag, 31.01.2006
Lektion 1-3 im Wintersport für Anfänger: Busfahren, Zahnradbähnli benützen zusammen mit Skifahrern und Snowboardern und Begegnung mit letzteren auf freier Piste.
Das Tagesprogramm sah folgendermassen aus: nach St. Moritz fahren (mit Bus), dann Marsch bis Mittelstation Canderella, Zahnradbähnli nehmen bis Corviglia und dort Zmittagessen mit Herrchen (ging alleine Snowboarden heute).
Die Busfahrt bis St. Moritz war soweit noch erträglich - zwar musste ich zwangsläufig Bekanntschaft mit einer Horde Schulkindern machen, aber die kleinen Menschen kenne ich ja mittlerweile und verhielt mich dementsprechend gal(g)ant wie immer. Dann ging's zu Fuss weiter aufwärts und Frauchen wählte einen wunderschönen Weg zur Mittelstation Canderella.

Alles im Griff...

..und ich bin no voll dä Chef :-)

Dort angekommen traf ich das erste Mal im Leben auf Skifahrer und Snowboarder - welch schreckliche Erfahrung: die Menschen flitzen mit ihren komischen Brettern und Latten (im schlimmsten Falle noch mit Stöcken in den Händen !) in einem Höllentempo den Berg runter und stieben und wirbeln unter lautem Zischen tüchtig Schnee auf. Ich erschrak mich fürchterlich ! Frauchen schien die Situation wieder einmal mehr nicht zu beunruhigen, sie beschloss aber, das Reststück nicht zu Fuss sondern mit der Zahnradbahn zu bewältigen und so erreichten wir um die Mittagszeit die Corvigliahütte, wo Herrchen bereits auf uns wartete.

Wenn 3 Engel reisen - traumhaftes Wetter, wie immer :-)

Ich bin gschtresst !

Nach dem Mittagessen ging's via Zahnradbähnli und zu Fuss zurück nach St. Moritz.


Au s'Zahradbähnli isch mir hütt no so rächt ghüür !

Zur Krönung dieses sonst schon sehr ereignisreichen Tages kam noch eine legendäre Busfahrt: da wir exakt in die Ski-Rush-Hour spazierten (1530h in St. Moritz) war unser Bus so dicht mit Menschen gedrängt, dass es unmöglich gewesen wäre, mit meiner Ponygrösse noch einen Platz (geschweige dann Luft) zu kriegen. Frauchen ärgerte sich über den Entscheid, ohne Auto das Haus verlassen zu haben und sinnierte über mögliche Alternativen, um irgendwie nach Samedan zurückzukommen. Zudem wartete Herrchen in Celerina (ebenfalls ohne Auto, o weh o weh ;-)) auf uns und musste nun murrend ebenfalls die (verhassten) öV nehmen...
Glücklicherweise kam ein Entlastungsbus und wir ergatterten uns einen Platz zwischen einer Gruppe Italienern aus Rom - dicht gepackt (zwischen zwei Römern und Frauchen) ging's so zurück nach Samedan...na, wenn das nicht der absolute öV-Härtetest war, uff. Die Italiener waren aber wirklich sehr nett und gaben mir den Übernamen "AMoro" :-) Che bello !

Endlich wieder uf minere Schnuffel-Wuffel-Decki *seufz*

Zuhause angekommen war ich nudelfertig und denke, ich hatte für heute tatsächlich genügend Lektionen des Alltaglebens...

Mittwoch, 01.02.2006
Da wir das wunderschöne Wetter für die ganze Woche mitgemietet haben, gingen herrchen und Frauchen am Nachmittag Snowboarden und ich hütete dankbar die Wohnung (natürlich ungestört auf dem Sofa :-)), glücklich, nicht schon wieder in der Nähe einer Skipiste sein zu müssen..
Als Gegenleistung für mein tadelloses Benehmen gingen wir am Abend auf den Golfplatz von Celerina, wo ich mich so richtig austollen konnte.
PS: Freunde, hier ist es extrem kalt - am Morgen ist es jeweils um die -15°C ; "da gfrühred eim grad d'Schnauzehöörli ii !!"

Donnerstag, 02.02.2006
Nach dem Ego-Tag von gestern widmeten sich meine beiden Lieben heute den ganzen Tag einzig und allein MIR ! Wir starteten in Sils Maria: Herrchens Mutter mit den Langlauf-Skis, wir drei zu Fuss. Der Weg führte über den gefrorenen See mit Ziel Maloja und war etwas vom Allerschönsten, was wir jemals in unseren Leben gesehen haben: unberührte Schneeflächen soweit das Auge reicht, umsäumt von weissgepuderten Bergketten vor einer stahlblauen Himmeldecke - einfach phantastisch !
Das einzige Wölkchen an meinem Hundehimmel waren die Skater: schon wieder Menschen mit Latten an den Füssen und mit Stöcken bewaffnet, welche mit ziemlichem Tempo an uns vorbeizogen. Aber da musste ich wohl durch - mit der Zeit nahm ich es auch etwas gelassener und wie es scheint, geht von diesen sich komisch durch die Gegend bewegenden Zweibeiner keine Gefahr aus...
Aber seht Euch doch einfach die Bilder an !

Ohne Worte...

Hätts no Skater ume ?
Herrchen und sein Mami

Ein tolles Dreier-Team :-)

Jupeeeh, Tüüfschneeee :-)

Äs Araberpferd isch än Dreck degäge, oder ?

Freitag, 03.02.2006
Nach dem letzten Mal Snowboarden ging's am späten Nachmittag nochmals auf den tollen Golfplatz von Celerina und dann durfte ich mit zum Abschluss-Abendessen in ein wunderschönes Restaurant im Nachbarort Bever, welches von zwei sehr netten Schwestern geführt wird (gaben mir feine Leckerchen zum Dessert *schleck*).


Samstag, 04.02.2006
Leider ist die Woche schon vorbei und es geht zurück in die Feinstaubglocke :-(
Auf jeden Fall freue ich mich jetzt schon auf die nächsten Ferien und kann Euch nur sagen: besucht mal das Engadin, ist echt spitze (nehmt einfach das Mänteli mit :-))